Altstadt & Festung Küstrin
Altstadt & Festung Küstrin, Zeichnung: Robert Jurga
Festungs- und Soldatenstadt Küstrin
Die Stadt Küstrin, oft auch Festungs- oder Soldatenstadt genannt, war immer ein wichtiges Zentrum des kulturellen und politischen Lebens und sogar Hauptstadt eines selbstständigen Fürstentums - der Neumark. Johann von Brandenburg-Küstrin hat von 1537-1568 die Stadt zur Festung ausgebaut.
Die Schlacht von Zorndorf
Die Bombadierung Cüstrins
Während des Siebenjährigen Krieges kam es am 22. August 1758 zum Bombardement von Cüstrin. Bis auf wenige Häuser brannte die Altstadt vollständig nieder. Kurz darauf kam es zwischen den Russen und Preußen zur Schlacht bei Zorndorf. Mit finanzieller Unterstützung von Friedrich des Großen konnte die Altstadt schnell wieder aufgebaut werden.
Die Festung Küstrin fällt
Bei den Kämpfen um die Festung Küstrin Anfang 1945, zwischen der 1. Belorussischen Front und dem XI. SS-Panzerkorps, wurde die Küstriner Altstadt mit der Festung total zerstört. Im Anschluss kam es zur Schlacht um die Seelower Höhen. Das Oderbruch und die Seelower Höhen wurden im Winter und Frühjahr 1945 zum größten Schlachtfeld Deutschlands. Die furchtbaren Kämpfe forderten zehntausende Menschenleben und zerstörten eine einzigartige Kulturlandschaft.
Das Potsdamer Abkommen
Die Altstadt fällt in den Dornröschenschlaf
Im Rahmen des Potsdamer Abkommens vom August 1945 wurde der östlich der Oder gelegene Teil Küstrins (Altstadt/Festung und Neustadt) von den Alliierten dem polnischen Staat zugesprochen und hieß fortan „Kostrzyn“ (ab 2009: Kostrzyn nad Odra). Während die Neustadt in Polen wieder aufgebaut wurde, verfielen die Ruinen der Altstadt immer mehr. Ende der 1960er wurden sie bis auf die Keller abgetragen und im Laufe der Jahre von Gestrüpp überwuchert. Die Festung und Altstadt wurden zum Sperrgebiet und fielen in den Dornröschenschlaf. Erst nach der politischen Wende 1989 wurde es den Menschen beiderseits der Oder möglich, sich mit der Geschichte der Altstadt von Küstrin und deren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg auseinanderzusetzen.
Wiederaufbau und Zukunftsvisionen
1994 wurde mit dem Wiederaufbau und der teilweisen Rekonstruktion dieses Stadtteils begonnen. Die Bastion Philipp, der Kattewall mit Bastion Brandenburg, das Berliner und Kietzer Tor mit Festungsgraben sind inzwischen renoviert worden. Beiderseits der Oder entstanden nach dem Krieg zahlreiche Museen, Denkmale und Kriegsgräberstätten.
Geschichte erleben
Authentische Orte besuchen
Im Juni 1862 hat Theodor Fontane die Warthemündung besucht. In seinen Erzählungen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschreibt er die Orte "Jenseits der Oder": Altstadt & Festung Küstrin, Tamsel, Zorndorf und die Johanniter Ordenskirche in Sonnenburg. Folgen Sie Theodor Fontane und vereinbaren Sie schon heute Ihren Wunschtermin.
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Theodor Fontane · Denkmal · Pompeji des Ostens
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Öffnungszeiten:
ganzjährig, 24 h täglich, Veranstaltungsort: Parkplatz Hotel Bastion, ul. Graniczna 15, 66-470 Kostrzyn nad Odrą
Fotoalben
Veranstaltungen
23.11.2024
11:30 UhrFührung Altstadt & Festung Küstrin: Fontanes Katte-Tragödie
Führung in der Festung & Altstadt von Küstrin: Die Katte-Tragödie ansprechend und unterhaltsam ... [mehr]03.10.2025
11:30 UhrFührung Altstadt & Festung Küstrin: Fontanes Katte-Tragödie
Führung in der Festung & Altstadt von Küstrin: Die Katte-Tragödie ansprechend und unterhaltsam ... [mehr]Aktuelle Meldungen
Gedenken an die Schlacht um die Seelower Höhen
(16. 04. 2024)Am 16. April 2024 wurde der tausenden Toten der Schlacht um die Seelower Höhen gedacht. Dazu haben Vertreter des Landkreises MOL, der Stadt Seelow und Veteranen am Denkmal der Gedenkstätte und Museum Kränze niedergelegt.
Die Schlacht um die Seelower Höhen begann am 16. April 1945 und sollte den letzten Widerstand der Deutschen Wehrmacht brechen, bevor die Sowjets zur Reichshauptstadt Berlin vordrangen. Es war die größte Panzerschlacht auf deutschem Boden bei der tausende Soldaten ihr Leben verloren.
Am 20. April findet zu diesem Thema eine Exkursion statt, die den Angriff der 1. Weißrussischen Front nachzeichnet. Interessierte können sich gleich hier anmelden.
Altstadt & Festung Küstrin: Führungen, Öffnungszeiten, Eintrittspreise
(05. 08. 2015)Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Altstadt Küstrins zum Sperrgebiet erklärt. Sie fiel in den Dornröschenschlaf. Die Natur hat sich ihr Vorrecht wieder genommen und die Ruinen der einstigen, so lebendigen Stadt für sich beansprucht.
Nach den ersten Aufräumungsarbeiten schmiedet die Stadt wieder Aufbauarbeiten. Es gilt ein Bebauungsplan, der zuletzt 2013 durch die Gemeindevertretung bestätigt wurde. Danach sollen die historischen Strassenzüge weitestgehens erhalten bleiben. Vorhande Festungsanlagen sind inzwischen rekonstruiert worden. Das Rathaus, die Kirche und das Schloss sollen wieder erbaut werden. Wohn- und Geschäftshäuser sollen entstehen.
Bis es soweit ist, ist das Altstadtgelände ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie und eigente sich ebenso gut als Exkursionsziel für Schulklassen. Vereine oder Betriebe können mit einem erfahrenen Gästeführer in die brandenburgisch-/preußische Geschichte eintauchen. Dabei erfahren die Besucher die Geschichte hautnah.
Das Gelände der Altstadt & Festung Küstrin ist für Jedermann, 24 Stunden täglich, an 365 Tagen im Jahr frei zugänglich. Eintrittsgelder sind nicht zu entrichten. Lediglich für geführte Stadtrundgänge werden Honorare für die Gästeführer erhoben.
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